Muddus-Nationalpark - Taiga- und Moorexkursion
Der Muddus-Nationalpark zählt zu den wenigen Gebieten des nordschwedischen Tieflandes, die von Entwässerungen, Kahlschlag, Wegebau und Kiefern- pflanzungen verschont blieben. Der Muddus umfasst die für die nördlichen Landesteile typische Mischung aus weitläufigen Moorflächen, Wasserläufen und lichten Kiefern- und Fichtenwäldern. Er bietet uns daher die einmalige Möglichkeit, einen Eindruck vom Aussehen eines Waldökosystemes zu erhalten, das nicht durch Forstwirtschaft sondern durch Waldbrand und natürliche Alterung der Bäume geprägt ist.
Die Vielfalt der Habitate innerhalb der Moore und Bruchwälder ist gross. Dementsprechend finden sich hier zahlreiche interessante und spezialisierte Pflanzen wie Sonnentau, Wasserschlauch, ein winziges boreales Fettkraut und viele andere. Die Kiefern- und Fichtenwälder sind dagegen typischerweise recht monoton und artenarm, bieten aber angesichts der überall sichtbaren Brandspuren interessante Einblicke in die Dynamik borealer Waldökosysteme. Interessant sind hier vor allem die Flechtengemeinschaften, die bei Abwesenheit von Beweidung auffällig hervortreten.